
a boat in the fog
Hach ja, wer sich den davorigen Artikel (s.u.) durchlesen möchte, und natürlich schon 18 ist, der möge mich bitte nach dem Passwort fragen. Ich weiß halt gar nicht, wie (jugend)frei die Literatur/Kunst nun sein darf-muss-soll.
Ist aber keine Blümchenlyrik. Denke ich.
Geschützt: Moderne Lyrik des Todes

ausgeschüttelt

chornobyl-erde
Versprechen. Versprechen. Versprechen. Sprechen. Sagen. Erzählen. Erklären. Hoffnung machen. Fragen. Fragen. Erklären. Sagen. WAHRHEIT.
Ich hasse Wörter. Ich hasse die Sprache. Die Sprache, die ich sprechen kann, – aber nicht kommunizieren. Was nützen mir Wörter, wenn sie leer sind? Was nützen mir Wörter, wenn sie nichts ändern? Was nützen mir Wörter, alt und vergelbt, vertrocknet und verroten, in den Kellern meines Lebens?
Wörter benutzten, damit sie noch funktionstüchtig sind, damit sie nicht verrosten. Aber nicht weil man sie braucht. Nicht, weil sie etwas aussagen. Nicht, weil sie helfen. Die Sprache, die tot ist. Die funktionalisiert ist, das Geld zu bringen. Aber nicht das Glück. Nicht, um sich zu verstehen, sondern um zu manipulieren. Nicht, um zu verstehen, sondern um zu verzweifeln. Die Sprache, die nicht mehr das bedeutet, was sie bedeuten könnte, was sie zu bedeuten hat.
Ich hasse Wörter. Wörter, die ich zu Worten fassen möchte, die ich als Worte verstehen möchte, – und immer wieder scheitere. Sie bleiben nur Wörter. Genau so leer. Genau so sinnlos. Genau so unwahr…

