Archiv für August, 2008

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vergessen
heute und gestern.
und morgen.
nicht sein
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Fragen über Fragen

Veröffentlicht: August 26, 2008 in Fragen, Selbstgespräche
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– warum?
– ich weiß nicht. du fragst immer dasselbe…
– aber… ich will wissen…oder…weiß nicht…vielleicht ist es das innerliche, das neurotische. wenn man die fragen einfach „wie gelernt“ stellt, auf kommando—
– auf welches?
– tatsächlich… ich frage ja nicht immer so… wennn ich keine antwort weiß? …aber nein. ich weiß oftmals. weiß, warum, sicher. ich kann nur nicht dran glauben. …nein, stimmt nicht. stimmt, aber nicht immer. eher – wenn ich _hören will_. oder das gegenteil hören, wenn ich weiß- dass es „nicht stimmt“. oder doch das „nicht stimmige“ hören, aus irgendeinem neurotischen selbstzerstörerischen bedürfnis. das wär’s? ich weiß nicht. wahrscheinlich, das kommando ist etwas, was „mich“, das innerliche berührt. also ego. oder das bedeutende – menschen, zum beispiel.
– auch ego.
– hm. weil die anderen _für mich_ wichtig sind, aus irgendeinem innerlich-neurotischem grund. oder ohne grund. wahrscheinlich nicht. vielleicht, ohne einen bewussten.
– oder einen zur bewusstsein nicht zugelassenen. aus irgendeinem innerlich-neurotischem grund.
– wahrscheinlich.
– …
– alle fragen kehren zu mir zurück. mit einer antwortvariante, oder ohne. auswählen oder eine eigene vorschlagen – kann nur ich. schwierig.
– alles gelangt dahin, worauf es gerichtet wurde. deine fragen…
– …sind „meine“ fragen. ich weiß. aber es ist trotzdem schwierig.
– …
– …weil ich so gewählt habe.


– чому?
– не знаю. ти завжди питаєш одне і те ж…
– але… я хочу знати… чи… не знаю… може, це внутрішнє, невротичне. коли питання ставиться просто „завчено“, за командою—
– якою?
– дійсно… я ж не завжди так питаю… коли не знаю відповіді? …та ні. я часто знаю. знаю, чому, впевнена. тільки не можу повірити. …та ні, не те. те, але не завжди. швидше – коли я _хочу почути_. або почути протилежне, коли знаю – що воно „не те“. або таки почути „не те“, з якогось невротичного самознищувального „треба“. все? не знаю. мабуть, команда – щось, що зачіпає „мене“, внутрішнє. тобто его. або небайдуже – люди, наприклад.
– також его.
– хм. бо інші _для мене_ важливі, з якоїсь внутрішньо-неврозної причини. чи без причини? мабуть, ні. може, без усвідомленої.
– або не допущеної до свідомості. з якоїсь внутрішньо-неврозної причини.
– мабуть.
– …
– всі питання повертаються до мене. з варіантом відповіді чи без нього. вибрати або запропонувати свій – можу тільки я. важко.
– все потрапляє туди, куди було направлено. твої питання…
– …це „мої“ питання. я знаю. але це все одно важко.
– …
– …тому що я так вибрала.


ich frage mich manchmal, was ‚alles‘ bedeuten soll. ich suche nach bedeutungen in komischen sachen. wichtigen sachen. sinnlosen sachen. in allem worüber ich so nachdenke.

gibt es die oder gibt es die nicht? passieren dinge ‚einfach so‘: reiner zufall, höchstens geradeliniege zusammenhänge? oder sollte es so sein? wird es durch etwas – in der vergangenheit – verursacht? wird es mit etwas – in der gegenwart – verbunden? wird es – in der zukunft – folgen haben?

und finde immer wieder die gleiche antwort. all meine vergangenheit wurde zu mir. alles was grad passiert fließt aus dem davorigen ‚ich‘ – und formiert mich weiter. meine zukunft – entwickle ich gerade dadurch… und die bringt mich immer weiter.

nein, der regen morgen kommt nicht weil ich heute weine… aber dadurch dass ich heute weine, sehe und spüre ich den regen morgen anders… vielleicht erinnert er mich an die tränen… vielleicht werde ich beruhigt – ich bin nicht alleine…

ich schaffe meine welt. wie auch egozentrisch das klingen soll. ich schaffe keine gebäude, straßen, kriege, kleider, wolken, freunde. aber die existieren nur so, wie ich die empfinde. und somit sind meine empfindungen – meine welt. soviel wie sachen und menschen mein empfinden beeinflussen, formieren, bereichern, berauben – schaffen die auch meine welt mit. und genau dies ist die bedeutung. in sinnvollen und sinnlosen sachen. mein regen bedeutet mir mehr als meine wohnung. er ist vielmehr an der gestaltung meines wesens beteiligt.

und so sind die menschen. ein zufälliges lächeln ist vielmehr als zehn jahre guter routine. plötzlich taucht man auf um im nächsten moment wieder zu verschwienden. vielleich für immer. aber auch um – für immer – ein teil einer kleinen welt zu werden. oder man kommt langsam, unbemerkt und ungestört. und baut – langsam – einen storm auf. um vielleicht dann von der spitze der welle – fallen lassen. und nicht fangen können/wollen. noch ein stückchen der zu schaffenden welt.

ich werde nie so sein wie ich mal war. ich werde nie so sein, wie ich gerade bin. ich kann nur weiter. und das ist auch gut so.

Erwartungen

Veröffentlicht: August 21, 2008 in Gedanken
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Wie fühle ich mich, wenn ich auf etwas warte, und es nicht/anders/später/etc stattfindet? Bin ich dann trotzdem froh, das ich es habe? bin ich ruhig? bin ich schlecht gelaunt, sauer? Enttäuscht??

Wir sind dann enttäuscht, wenn wir etwas erwarten. Die Enttäuschung ist nur dann möglich, wenn es Sachen gibt, die wir uns entscheiden, so und nicht anders zu sehen. Und wenn wir nichts erwarten, können wir auch nicht enttäuscht sein. Weswegen denn?

Man kann vielleicht sagen, dass ohne Erwartung kann man sich nicht richtig freuen, wenn etwas (was man ja erwartet hat ) gelingt. Dann ist alles gleich und vielleicht eben egal. Vielleicht, aber vielleicht nicht. Also nicht zu erwarten heißt ja nicht, auch nichts zu machen und nicht nach etwas zu streben. Doch. Aber ohne sich von dem Erfolg abhängig zu machen.

Wenn dann etwas schönes kommt, wenn man etwas schafft, wenn jemand was gutes sagt oder macht, dann kann man sich vielmehr freuen, weil man damit auch eine schöne Überraschung erlebt, und dazu (weil man das nicht erwartet hat, bzw. sich daran nicht gewöhnt hat, bzw. sieht das nicht wie etwas üblich und selbstverständlich) kann man das vielmehr schätzen. Und damit auch den anderen motivieren, wieder etwas schönes zu machen…

Wenn man erwartet, dass der andere irgendwas (+nach einer besonderen weise) macht, oder sich irgendwie verhält, wenn man sich vorstellt, was und wie der andere reden/fahren/lieben soll, bekommt man meistens nur schlimme Resultate=Gefühle. Da der andere ja nie so sein kann, wie man den in seiner Gedanken sehen will (sonst würde er nicht sich selbst sein) und wenn man diese Vorstellung als sehr wichtig schätzt, kann man nicht mehr die reelle Person (wirklich) sehen und sie dafür schätzen, was sie echt wert ist. Man sieht dann nur entweder die eigene Vorstellung (am Anfang, wenn man noch erwartet) oder den Unterschied zwischen dieser Vorstellung und Wirklichkeit (wenn man also schon enttäuscht ist). In diesem Fall gibt es sehr selten viele schöne Gefühle, weil dafür muss die Erwartung sich ganz verwirklichen, im Allgemeinen wie auch in vielen kleinen Details, sonst wird das gute Gefühl mit den kleinen schlechten vermischt…

… (aus einem alten Yahoo-Blog – [fast] genau vor 2 jahre – eintrag vom 25.08.2006) …

Fazit? Leben… und das Leben so akzeptieren und genießen wie es ist – besser machen? – gerne, aber es auch dann daran – an der vor-und-nachversion vergnügen finden…, die Menschen so akzeptieren und genießen wie sie sind, sich selbst so akzeptieren…und genießen…wie man ist… …und sich so – „genießend“ und fröhlich – weiterentwickeln :)