ungeliebte liebe

Veröffentlicht: November 24, 2008 in Gedanken
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heute sagt man nicht mehr ‚ich liebe dich‘. man versteht, dass es meistens etwas anderes bedeutet, wenn der spruch vom lippen weg ist, als was die tatsächliche worte aussagen. deswegen bleibt man lieber ehrlich. und sagt, was man mit dem verbrauchten spruch eigentlich meinen könnte. man sagt: du kannst gut zuhören; die art, wie du an mir vorbei läufst, gefällt mir; ich mag deine reflektierte zitatsammlung; ich mag es, mit dir ins kino zu gehen; du bist seltsam so mit deiner neigung zum schwimmen; ich mag es, wie du so mit den schultern zuckst; – im seltensten falle noch vielleicht: ich mag dich – punkt. oder ähnliches. unendliche wahrheitsversuche. das mühsame auffinden vom winzigst besonderen, damit es eben nicht so banal und abstrakt klingt ‚ich liebe dich‘. man lässt das unbeschreibbare dem unbeschreibbaren, und das unfühlbare dem unfühlbaren. man beschreibt eher das mehr oder weniger sichtbar reale, – und fühlt lieber auch das unkompliziertere.
man nimmt entweder an, dass ein solches gefühl nicht (mehr) existiert, viel zu abstrakt ist, oder dass es es existiert, aber irgendwo, bei irgendjemandem, und vielleicht – vielleicht aber unwahrscheinlich – gibt es so was auch mal bei einem selbst.
jedenfalls… eine allgemeine wahrheit gibt es nicht; stimmt das, was man selber glauben mag. in diesem sinne: liebt euch, menschen!…wie auch immer ihr wollt…

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