Stille

Veröffentlicht: Januar 1, 2009 in Gedanken
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Stille existiert eigentlich nicht. Unsere Welt scheint aus Geräuschen zu bestehen. So gut man alles ausschalten könnte – es bleiben immer Geräusche, außen, innen. Das ständige Rauschen. Das Leben(?)

Man merkt den Ausmaß, den der äußere Lärm hat, erst wenn der plötzlich sinkt, fast zum Null. So wie am ersten Tag des Jahres.

Draußen ist alles so ruhig, fast bewegungslos, fast menschenlos. Als ob die Welt sich ausruhen würde, um die Kräfte für das neue Jahr zu sammeln. Es scheint so. Aber eben nur scheint, denn dieser poetische Grund ist nur für Dichter da. Tatsächlich ist es die Stille eines Krankenhauses, eines Reanimationsraumes, in dem sich Menschen nach der silvesternachtlichen Schreierei, Knallerei und Sauferei wiederaufbauen. Es ist eine kranke Stille, und trotzdem hilft sie.

Sie hilft (einem Menschen, der weniger Bedarf an Reanimationsmaßnamen hat…), die innere Geräuschenwelt zu merken. Etwas zuhören können. Etwas hören können.

Ob das, was man hört, Freude bringt…

Nicht, wenn man alleine die Stille hören will…

Aber die Stille kann man nicht hören.

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