Glück

Veröffentlicht: Januar 30, 2009 in Gefühle, Selbstgespräche
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– Hast du’s?
– Ich glaube.
– Du glaubst?
– Ja, ich habe so ein Gefühl…
– Ein Gefühl… Wie… wie fühlt es sich an?
– Ich… weiß nicht… So… weich…
– Weich?
– Weich, ganz weich, wie so ein Kuscheltierchen. Oder wie Hände, manchmal.
Und warm, angenehm warm, wie schön vorgewärmtes Bett in den kalten Tagen. Oder der Platz vor dem Kamin.
– Oder wie Hände, manchmal?
– Ja. Hmm.
– Wie… wie klingt es? Welche Farbe? Riecht es nach etwas?
– Es ist schwierig…schwer fassbar… Es ist fast stumm, würde ich sagen. Aber fast, wie das Summen der Sonnenstrahlen. Wie ein leiser Klang des morgigen Nebels. Oder… oder – wie das Geräusch der im Meer sinkenden Sonne.
Ich weiß nicht genau. Es ist fast unhörbar…
– Siehst du es?
– Ja.
– Du lächelst..?
– Es sieht nach einem Lächeln aus. Auch so bunt. Aber nicht grell, erfreuend bunt. Du weißt, bunt wie das Laufen auf den Tautropfen und das Schwimmen im Regenbogen.
Und es duftet, ja, auch fast unspürbar, nach dem Meereshauch. Nach dem Frieden. Ein bisschen wie nach jemandem der weit weg ist. Etwas sehnsüchtig. Aber schön so.
– Es muss sich schön anfühlen…
– Willst du es anfassen?
– Darf  ich?
– Nur wenn du offen genug bist. Bereit, zu spüren. Bereit, über die Normalitäten des Grauen zu treten.
– Ich versuche…
– …
– Und? Wie fühlt es sich an?
– Ganz… geschmeidig… wie seide… oder haare, manchmal. und kühl, wie die untergehende Sonne…

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