Archiv für Mai, 2009

könnte heulen

Veröffentlicht: Mai 31, 2009 in Gefühle
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Scheiße. Ja, schön lyrisch wird es diesmal nicht. Alles, woran es sich momentan denkt: argh, tut es scheißweh. Heulen ist der einzige Wunsch, untertauchen. Kopf gegen die Wand, Fingernägel in die Handflächen. Zähne in die Fäuste.
Stattdessen dasitzen, Zähne zusammenbeißen, den vorbeilaufenden Menschen schön zulächeln, lächeln mit dem inneren Schrei zusammen. Zucken wie eine zerschnittene Schlange vor neuen Schmerzanfällen. Mühsam einatmen. Sich durch die Stuhllehne, durch den Fußboden hineindrücken, Rettwege suchen. Weinen vor Schmerz, vor Wut und Hilflosigkeit. Heulen.
Heulen und wissen, dass es egal ist.

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– Du kannst keine Beziehung aurechterhalten. Du willst keine Beziehung. Du willst gar nichts für mich tun. Du willst nicht für mich kochen, du willst nicht mein Zimmer aufräumen, meine Sachen waschen. Du willst nicht für mich da sein. Du liebst mich gar nicht. Ich mache alles für diese Beziehung, ich strenge mich an, ich schenke dir Blumen und Kleider, ich gebe dir Geld. Ich lade dich zu Freunden und Partys ein, ich schlage vor, was wir wachen könnten, und du lehnst immer alles ab. Du willst keine Zeit mit mir verbringen. Ich mag dich, aber du musst dich verändern. Ich investiere meine Zeit und mein Geld in diese Beziehung, ich will nicht in etwas investieren, was eh kaputt geht. Ich versuche, nicht zu kritisieren, dich zu verstehen. Aber das, was du machst und was du nicht machst, kann ich einfach nicht sehen. Ich versuche alles, damit die Beziehung funktioniert und ich mache alles falsch. Warum willst du nichts tun? Warum willst du nichts für uns machen?
– Ich komme so in paar Stunden wieder.
– Wo gehst du hin? Du kannst das so nicht machen. Rede mit mir. Sage etwas. Warum willst du nicht mit mir reden? Ich versuche die ganze Zeit, mit dir zu reden, dir zu erklären, das es so nicht geht. Und du schweigst. Du schweigst immer. Willst du mich in den Wahnsinn treiben? Wo gehst du hin? Warte!
– Lass mich.
– Du bist blöd.
– Ah. Mal was neues.
– Wenn du jetzt weggehst, brauchst du auch nicht zurückzukommen.
– Ah.
– Du musst etwas ändern. Du musst dich verändern. Bitte verändere dich. Bitte sei lieb zu mir. Kümmere dich doch mal um die Sachen, um die du dich kümmern musst. Bitte. Strenge dich ein bisschen an, und es wird alles funktionieren.
– Bis dann.
– Machst du kleines Abendessen für uns?
– Ich weiß nicht, wann ich zurückkomme.

– Mama, was gibt es hinter den Sternen?
– Da gibt es weitere Sternen.
– Und dahinter?
– Auch Sternen.
– Und dann, hinter allen Sternen?
– Da gibt es ewige Schwärze.
– Ewige Schwärze? Was ist das?
– Das ist, wenn es dunkel ist und leer. Dunkles Nichts.
– Wie kann Nichts dunkel sein?
– Na gut, es ist wie schwarze Luft, nur dass es keine Luft gibt.
– Ok, dann gibt es dieses schwarze Etwas. Und danach?
– Es ist unendlich. Diese Dunkelheit streckt sich weiter, und weiter, und weiter.
– So weit, dass man niemals bis zum Rande kommen kann?
– Genau so weit.
– Aber dann, nach diesem weiter und weiter und weiter, was kommt danach?
– Es kommt doch nie zum Ende, es geht immer weiter.
– Es kann doch nicht sein. Alles geht mal zu Ende.
– Hm. Naja, weißt du, es schließt sich irgendwann in ein Kreis, so dass es mal wieder Sterne beginnen, und dann wieder diese Schwärze. Und so von allen Seiten.
– Und in alle Richtungen?
– Ja, in alle Richtungen.
– Und dann ist es so wie ein Kugel?
– Das könnte man so sagen.
– Aha.
– Na, alles geklärt? Jetzt schnell ins Bett.
– Mama, und was gibt es dann hinter diesem Kugel?

spinnerei

Veröffentlicht: Mai 28, 2009 in Gedichte
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Ich,
ikke
und mein Ego.
Wer weiß,
wer die sind.
Irgendeine Spinner
bestimmt.
Oder
Spinnerinnen.

würdemenschen

Veröffentlicht: Mai 28, 2009 in Gedanken, Gedichte
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Irgendwie leben.
Oder nicht?
Menschenwürdig.
Ist der Mensch es wert?
Würdig?
Tierenwürdig, pflanzenwürdig
leben.
Erdewürdig.
Halt
lebenswürdig…