Archiv für März, 2010

Es hat sich einfach so viel Müll eingesammelt. Vieles läuft nach den ständigen Fehlern nicht mehr so, wie es sollte, viel langsamer, mühseliger. Speicher reicht nicht für die vielen unnötigen Prozesse, Programme werden nicht richtig installiert, funktionieren anders, als mensch es gern hätte, verbrauchen zu viele Ressourcen oder schleichen gar Malware und Viren mit ein. Selbst mit guten Mitteln lassen sich die Schäden nicht vollständig neutralisieren, mal fehlen einige wichtigen Registry-Einträge, mal sind es ein paar Unnötigen zu viel, nach und nach wird mensch gelähmt. Die Festplatte platzt vor dem nutzlosen und wichtigem Müll, überall schweben Geister von den halb verbrannten Dateien.

Ich bin schon müde. Ich versuche, den Chaos aufzuräumen, stürze da ein – und stürze ab. Von dem ganzen Müllhaufen, mal in schöne Kisten gepackt, mal in hässliche, bin ich überwältigt. Ich nehme mir eine Ecke vor, die hinten rechts, nur ein Quadratmeter für heute. Erstmal das Wichtigste herausfiltern und zur Seite legen. Paar Fotos, Papiere, Mails. Geschenke. Eventuell sind die Fotos schlechter Qualität, die Papiere veraltet, die Mails sentimentaler Unsinn, Geschenke reine Höflichkeitssache. Alles eine unnötige Vergangenheit. Weg damit! Und das Feuer brennt.

So, jetzt habe ich das Wichtigste verbrannt, was mach‘ ich mit dem dagebliebenen Schrott? Verkehrte Welt. (mehr …)

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my home is my castle

Sie haben mir meine Eltern weggenommen. Meine Eltern, meinen Bruder – einfach weg, ohne dass mich jemand fragte. Nun gut, dafür habe ich einen Opa gekriegt, den ich nie hatte, aber ich wollte den Tausch doch gar nicht. Mein Cousin, meine beste Freundin, ein guter Freund – alle bieten mir irgendwelche billige Alternativen an. Ich will eure Scheiß- Alternativen nicht! Ich will meine Papa und Mama, meine Freunde, meine Erinnerungen… Ich will wieder jung sein.

Ich bin zu alt. Ja, anders kann man es nicht erklären, es ist zu spät für alles. Ich hätte längst eine billige Ich-Alternative anbieten sollen, um in diese Welt wieder reinzupassen. Wieder? Nun, irgendwie besser. Nicht, dass meine jetzige Existenz weniger billig ist. Die kostet zwar viel, ist aber eigentlich nach allen möglichen Standards wertlos… Nicht kalkulierbar – in Kindern, Männern, Wohnungen, Gehältern, – nicht passend: nichts wert. (mehr …)

Reisenotizen: Zusammenfassung

Veröffentlicht: März 2, 2010 in Diverses
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Anfang Februar bin ich endlich nach Hause gefahren.
Den ganzen Monat verreist, im Schnee und Eis und Zug und Stress und Schneematsch und Auto und Nebel und Regen.

Erst jetzt, Anfang März, Reisechaos hinter mir, bin ich – endlich – zuhause angekommen…