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R.I.P.

Veröffentlicht: Juli 23, 2009 in Gedanken, Gefühle
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„Es ist das Ende…“
„Ist alles wirklich vorbei?“
„Das war’s…“
„Aaargh! Nein!“
„Schluss.“
„Diesmal tatsächlich Abschied?“
„Tja. Verloren.“

Immer wieder. Viel Lärm. Viel Geschrei. Lautes Reden, Erklären, Fragen und Seufzen. Weinen und suchen und nachdenken.

Und dann, wenn das Ende tatsächlich gekommen ist, ist alles still.

Niemand wagt es, darüber zu reden. Niemand wagt es, dies auszusprechen, dies zuzugeben. Niemand wagt es, sich in die Augen zu schauen. Eine Angst, irgendwo tief, vor leisem Wissen, das vor sich selbst Angst hat. Gedanken werden vertrieben, sie schleichen sich auf Zehenspitzen immer wieder auf und ab, beängstigt, wegen der Stille. Eine ungewöhliche Stille, Stille der Leere, als ob jemand gestorben ist.

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Nichts.

Alles wie immer.
Ein Blick. Ein Lächeln.
Nichts ist wie immer.
Blicke. Und Lächeln.

Klettern. Hochsteigen.
Näher und näher.
Atem beraubt.
Rutschen. Zerschrammen.

Blicke und Lächeln.
Und wieder nach oben.
Finger geschunden.
Stolpern. Abstürzen.

Wieder ganz unten.
Nichts ist wie immer.
Kein Blick. Kein Lächeln.
Alles wie immer.

Nichts.

– Du gehst schon?
– Ich gehe.
– Kommst du wieder?
– Ich weiß nicht.
– Aber willst du?
– Ich weiß nicht.
– Was willst du?
– Ich weiß nicht…
– Ich auch nicht.
– Willst du dass ich wieder komme?
– Du weißt es.
– Ja, du weißt es nicht.
– Warum verstehen wir uns so gut?
– Weil wir nichts verstehen…

Hey – warte!! Stopp!

Du fliehst vor mir…
Ich bin kein Kämpfer.
Ich bin schwach.
Na bitte… Kurz…

Schon lange weg…
Ich hab verloren.

Mich verloren.

Nein. Nein. Ich werde dich nicht mehr fragen, nicht mehr stören, nicht mehr mir bewusst weh tun. Als ob alles in Ordnung ist, als ob alles toll ist. Übliche Gespräche, übliches hallo – wie geht’s – wie war dein tag – . Dein Tag ist nicht mehr mein Tag, schon lange nicht mehr, er war es nie. Mein Tag versinkt in diesen gespenstlichen Träumen, die nie wahr werden, die nie wahr werden konnten, die nie hätten entstehen sollen, die nie einen Grund zum Enstehen hatten.

Ja, ich habe gespielt, das ja-so-ist-es-besser-Verstehen, das alles-ist-normal-Verhalten, das mir-geht-es-gut-Lächeln. Du weißt es auch. Und du lässt es besser so, weil du selbst nichts weißt, weil es für dich besser so ist, besser, das als-ob und damit deine immer-sorglos-Einstellung zu behalten. (mehr …)