Mit ‘bewusstseinsstrom’ getaggte Beiträge

Fieberwahn

Veröffentlicht: April 7, 2010 in Diverses
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Kalte Füße gegen den heißen Kopf.
Schmerz ist das beste Mittel, um wach zu bleiben.
Schmerz ist das beste Schmerzmittel.
Ich würde gerne auf den Dächern tanzen, vom Dach zu Dach springen, mich an den Antennen aufhängen.
Sommer schlägt zu. Der sanfte Wind auf der Haut, Sonnenbrand auf der sanften Haut, ich bin glücklich, ich würde mich umbringen.
Was bleibt mir, als auf meinem Seil zu tanzen, die Knoten durchzubeißen, ich hab so Hunger.
Hunger ist das beste Mittel gegen alles.
Heiße Körper mit lauwarmen Seelen; zu viel Körper, als dass das Feuer durchdringt.
Ich möchte brennen!
Immer wieder die alten Wunden, reinbeißen, das Blut ist noch warm. Ich hab auch Durst.
Knoten, überall Knoten.
Eine endlose Reihe an Enden, welches ist meins?

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Träume

Veröffentlicht: Dezember 20, 2009 in Gefühle, Kurzgeschichten
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Farben. Wüste der Sinne. Du lächelst. Dein Schatten verschwindet. Ich weiß nicht, wer du bist. Wofür auch. Ich habe die Farben.
Die Wüste ist sonnig und grenzenlos. Der heiße Sand küsst meine nackten Füße. Ja, ich brenne, aber es ist so schön. Auf dem glänzenden Feuer zu laufen, jeder Schritt wie ein kleiner Messerschlag. Herzschlag. Ich möchte baden, baden in diesen Flammen, damit mein ganzer Körper auch brennt. Ich möchte mit der Wüste eins sein.

Ich wache vom Gefühl auf, nicht mehr atmen zu können. (mehr …)

– Was willst du denn im Leben erreichen?
– Es ist zu schwierig, darauf gleich zu antworten. Ein Lebensziel in einem Satz, absurd.
– Du kannst aufzählen, du kannst große und kleine Ziele nennen. Du kannst zwei Sätze machen.
– Ich… Ich weiß nicht.
– Nicht mal ein kleines Ziel?
– Ich hasse Ziele, Lebensziele, absurd, man soll das Leben doch einfach leben, oder?
– Was heißt für dich ‚leben‘? (mehr …)

– Und jetzt?
– Es gibt kein ‚jetzt‘ mehr.
– Du denkst in falsche Richtung.
– Ich kann nicht mehr. Ich kann nicht denken. Was soll ich tun?
– Wenn ich das wüsste. Die Zeit wird…
– Ich mag die Zeit nicht. Sie spielt ja immer gegen uns.
– So? Immer?
– Meistens. Oft. Ich weiß nicht. Ist doch nur ein Ausdruck.
– Du tust dir Leid.
– Nein. Nicht mir. Der Welt. Ich hasse das. Ich werd verrückt.
– Es wird vergehen.
– Ich hasse das.
– Vergänglichkeit der Dinge und Gefühle? Es ist natürlich. Es ist Leben.
– … Warum?
– Weil du dir weh tust.
– Ich muss mich lieben? Ich tu den andren Menschen weh.
– Absichtlich?
– Nein. Ich glaub nicht. … Ich habe das Gefühl, nicht geliebt zu werden.
– Ja, das ist gerade dein Problem.
– Wie kann ich sie loswerden, die Gefühle? … Was soll ich tun?
– Ich weiß nicht. Ich weiß auch nicht.
…Du kannst die Menschen nicht verstehen.
– Mich auch nicht.
– Vor allem.
– Ich drehe durch.
– Die Welt dreht durch.
– Seit langem.
– Immer.
– Und zwei Menschen?
– Es gibt sie nicht. Es gibt ne Menge Menschen.
– Und Mensch alleine.
– Liebe?
– Es gibt sie nicht. Es gibt ne Menge Emotionen.
– Und Mensch alleine…

– Meinst du?
– Was?
– Ich wollte nur fragen.
– Was denn?
– Hab ich doch schon.
– He?
– Ach, niemand versteht mich.
– Meinst du nicht, dass du daran etwas ändern könntest?
– Zum Beispiel?
– Zum Beispiel, klarere Fragen stellen.
– Das heißt, keine komplizierten Fragen stellen.
– Nein, nicht unbedingt. Komplizierte Fragen können auch klar sein.
– Naja. Nicht die *wirklich* komplizierten Fragen.
– Na… Vielleicht.
– Siehst du.
– Was sind denn diese wirklich komplizierten Fragen, die du unbedingt stellen möchtest? (mehr …)