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Callgirl

Veröffentlicht: Dezember 16, 2009 in Gefühle, Selbstgespräche
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I’m a callgirl. I’m there when I’m called, I’m called when I am needed.
I get there when I’m asked to. I try to make no noise, I come when no one’s there, I leave when no one sees me. I keep them a secret. They hide me from relatives and friends, from girlfriends and wives. I’m there as a toy. I ask no questions; I do what they want.
I’m there when they need me. I don’t need anything. It’s okay, ‚cos I make calls for a living. I’m a callgirl, you know.

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– Erik?
…Wieso hat er mich angerufen? Will er sich entschuldigen? Will er, dass wir wieder zusammen sind? Nein, das ist unwahrscheinlich. Vielleicht, ja, aber er wird es nicht sagen. Er wird nicht anrufen und so was fragen. Würde er fragen, ob wir was unternehmen könnten? So unverbindlich, als ob (mehr …)

ich hätte sie lieben sollen. ich hätte ihr helfen sollen, vielleicht hätte ich auch helfen können. ihr und mir…

nein, ich habe sie nicht geliebt. ich habe sie nicht mal wirklich gemocht. manchmal konnte ich sie nicht mal ansehen (mehr …)

– Und jetzt?
– Es gibt kein ‚jetzt‘ mehr.
– Du denkst in falsche Richtung.
– Ich kann nicht mehr. Ich kann nicht denken. Was soll ich tun?
– Wenn ich das wüsste. Die Zeit wird…
– Ich mag die Zeit nicht. Sie spielt ja immer gegen uns.
– So? Immer?
– Meistens. Oft. Ich weiß nicht. Ist doch nur ein Ausdruck.
– Du tust dir Leid.
– Nein. Nicht mir. Der Welt. Ich hasse das. Ich werd verrückt.
– Es wird vergehen.
– Ich hasse das.
– Vergänglichkeit der Dinge und Gefühle? Es ist natürlich. Es ist Leben.
– … Warum?
– Weil du dir weh tust.
– Ich muss mich lieben? Ich tu den andren Menschen weh.
– Absichtlich?
– Nein. Ich glaub nicht. … Ich habe das Gefühl, nicht geliebt zu werden.
– Ja, das ist gerade dein Problem.
– Wie kann ich sie loswerden, die Gefühle? … Was soll ich tun?
– Ich weiß nicht. Ich weiß auch nicht.
…Du kannst die Menschen nicht verstehen.
– Mich auch nicht.
– Vor allem.
– Ich drehe durch.
– Die Welt dreht durch.
– Seit langem.
– Immer.
– Und zwei Menschen?
– Es gibt sie nicht. Es gibt ne Menge Menschen.
– Und Mensch alleine.
– Liebe?
– Es gibt sie nicht. Es gibt ne Menge Emotionen.
– Und Mensch alleine…

– Du kannst keine Beziehung aurechterhalten. Du willst keine Beziehung. Du willst gar nichts für mich tun. Du willst nicht für mich kochen, du willst nicht mein Zimmer aufräumen, meine Sachen waschen. Du willst nicht für mich da sein. Du liebst mich gar nicht. Ich mache alles für diese Beziehung, ich strenge mich an, ich schenke dir Blumen und Kleider, ich gebe dir Geld. Ich lade dich zu Freunden und Partys ein, ich schlage vor, was wir wachen könnten, und du lehnst immer alles ab. Du willst keine Zeit mit mir verbringen. Ich mag dich, aber du musst dich verändern. Ich investiere meine Zeit und mein Geld in diese Beziehung, ich will nicht in etwas investieren, was eh kaputt geht. Ich versuche, nicht zu kritisieren, dich zu verstehen. Aber das, was du machst und was du nicht machst, kann ich einfach nicht sehen. Ich versuche alles, damit die Beziehung funktioniert und ich mache alles falsch. Warum willst du nichts tun? Warum willst du nichts für uns machen?
– Ich komme so in paar Stunden wieder.
– Wo gehst du hin? Du kannst das so nicht machen. Rede mit mir. Sage etwas. Warum willst du nicht mit mir reden? Ich versuche die ganze Zeit, mit dir zu reden, dir zu erklären, das es so nicht geht. Und du schweigst. Du schweigst immer. Willst du mich in den Wahnsinn treiben? Wo gehst du hin? Warte!
– Lass mich.
– Du bist blöd.
– Ah. Mal was neues.
– Wenn du jetzt weggehst, brauchst du auch nicht zurückzukommen.
– Ah.
– Du musst etwas ändern. Du musst dich verändern. Bitte verändere dich. Bitte sei lieb zu mir. Kümmere dich doch mal um die Sachen, um die du dich kümmern musst. Bitte. Strenge dich ein bisschen an, und es wird alles funktionieren.
– Bis dann.
– Machst du kleines Abendessen für uns?
– Ich weiß nicht, wann ich zurückkomme.