Mit ‘flucht’ getaggte Beiträge

traumvisionen

Veröffentlicht: September 9, 2010 in Fragen, Gedichte, Gefühle
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einmal
einmal werde ich aufstehen und gehen
irgendwohin
ohne ziel ohne richtung
ohne anzuhalten
nie zurückkehren – immer nur weiter

traumvisionen

was tue ich aber
wenn ich an grenzen stoße?
nicht an die meinigen
was erwünscht wäre
sondern davor noch – an staatsgrenzen…

schwarze netze
zerrissen
haken aus der wand gerissen
ich falle
greife
nach glitschigen wänden
hänge
blutige hände
mein henker
leerer blick
schiefes lächeln
ein seil wohlwollend
ich flüchte mich –
in die hölle

Nach einer Weile gewöhnte sich Tenti an ihre Umgebung, es fühlte sich wie selbstverständlich, auf der Treppe zu sitzen, nachdenken und weinen. Sie versuchte, es sich bequem zu machen, sich gegen die nächste Treppenstufe zu lehnen – und erst dann bemerkte, dass sie immer noch den Rucksack auf den Schultern hatte. Tenti befreite sich – nich ohne Mühe, stellte ihn auf die niedere Stufe, und, da er etwas wackelig stand, versuchte ihn gegen die Wand zu lehnen. Als sie damit fertig war und sich wieder setzen wollte, stellte sie verwirrt fest, dass sie darüber war! Sie war unten und die böse Lücke stand nicht mehr zwischen ihr und dem Wandertraum, dass sie noch vor einer Stunde hatte. Es war, als ob eine Mauer plötzlich weg war, und sie wusste nicht, wie es geschah. Sie war so beschäftigt mit dem Rucksack, dass sie vergessen hat, Angst zu haben.

Und dass war gut so. Denn nun fühlte sich Tenti wieder stark und mutig, zog das Ding wieder auf den Rucken und flog die Treppe runter. Sie flog eben nur zwei Stufen lang, denn zu vergessen sich zu fürchten hat nicht immer Vorteile. Die Stufe hob sich etwas, Tenti balancierte auf einem Bein und trat mit dem anderen zur Seite, um nicht zu fallen. Krach! Vom Schrecken stand sie wie gefroren da, Herzschlag lauter, als der Krach, den sie gerade verursachte. (mehr …)

hast du jemals bemerkt, wie dein ‚ich‘, auch im augenblick der tiefsten freude, des glücklich-seins, – sich plötzlich zurückzieht, ängstlich, verletzlich wird?

in reaktion auf erwecke schmerzhafte erinnerungen, auf die berührung eines wunden punktes, in reaktion auf etwas, was wir uns nicht erlauben, anzunehmen, – ja gar wahrzunehmen.

sich sinnen berauben um nicht zu schmerzen…

blind und taub, steif im herzen blockiert das ‚ich‘ dem ‚ich‘ den zugang zur welt, zur quelle des leidens, aber damit auch – zu sich selbst.

wer steif und fühlenlos gegen das leiden wird, wird es auch gegen den frieden, die ruhe, gegen das sein im ganzen werden…

fliehen

Veröffentlicht: September 11, 2008 in Gefühle
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von sich und so. tun, um nicht zu denken. tun, um zu vergessen. denken, um nicht zu machen. denken eines, um das andere zu vergessen. tun und nicht tun, um zu fliehen. denken und sich dies verbieten. fliehen. angst, mit sich alleine gelassen zu werden. angst, zu sein.