Mit ‘gewöhnheit’ getaggte Beiträge

Wie schwierig das ist, sich selbst etwas zu gestehen.

Viel schwieriger, als dem Anderen die ‚Wahrheit‘ mitzuteilen, wie wahr oder trügerisch sie auch immer ist. Zum Teil, weil die Wahrheit für die Anderen relativ sein darf, faktisch sein muss, und ‚wahr unter Umständen‘ sein kann. Für sich aber?

Für sich aber sind alle Umstände, Einschränkungen, Relativitätsgrad und ‚Nebenwirkungen’in Form von Gefühlen, dem dazu führenden und daraus resultierenden Zustand, und vor allem der tatsächlichen Bedeutung für sich – wahrgenommen werden, in die Analyse einbezogen.

So wird diese ursprüngliche Wahrheit dermaßen imperfekt, dass sie sich auch nicht mehr für die Rolle der Wahrheit eignet. Man sucht weiter und weiter, und stößt meist auf die ungern gesehenen ‚Kleinigkeiten‘. Kaum beachtete, vernachlässigte Kleinigkeiten, die auf Dauer unser Leben verändern, ja bestimmen.

Nicht dass wir das unbedingt beabsichtigt machen, das Nichtbeachten, das Vernachlässigen. Eher umgekehrt, gewöhnheitsmäßig, unbewusst, meistens.

Wir glauben zu glauben, dass das Erste, was der Wahrheit nachähnelt, auch die Wahrheit ist. Wir glauben zu glauben, dass die unbewusst erwünschten Verschönerungen der Tatsachen die Tatsachen selbst sind.

Wir sind die besten Lügner, wenn wir uns belügen. Wir sind die kunstvollsten und zugleich ignoransten Profis in Fragen der perfekten Eigentäuschung…

– Was kann ich für Sie tun?
– Was Sie für mich tun können… Naja… Was können Sie? Sie können eine Menge sinnlose Sachen für mich tun. Sie können zeigen, vorlesen, erklären, vergleichen, Geld nehmen, schönen Tag wünschen. Dafür werden Sie ja auch bezahlt.
– Wollen Sie denn überhaupt etwas kaufen?
– Kaufen? Wie kommen Sie auf eine solche Idee? Sehe ich aus wie jemand, der etwas kaufen will?
– …Nein, tun Sie tatsächlich nicht.
– Nein? Wie sieht denn jemand aus, der was kaufen möchte? Schick gekleidet? Beschäftigt? Interessiert?
– Hören Sie, wenn Sie Ihren Lebensfrust hier…
– Fangen Sie nicht etwa an unfreundlich zu werden?

– …Hallo, kann ich vielleicht Ihnen helfen?
– Ja, bitte… Ich suche so was ähnliches… aber etwas größer.

– Geflohen. Sie brauch ein Ziel, sie braucht Schemata, Logik, Klarheit. Wenn ich so was mache, tue ich den Menschen weh? Beleidige ich die? Tut es mir Leid? Soll es? Soll ich mir Leid tun?

„Wie kann ich Ihnen helfen?“ …
Das können sie ja nicht. Das können Sie nicht. Niemand kann das.

– Und du fragst mich, warum ich das tue? Ich kann dir das nicht erklären.

– Warum?

– Weil ich es selbst nicht weiß.

– Stimmt das?

– Was soll diese Fragerei?

– Naja. Du weißt ja selbst.

– Was weiß ich?

– Dass es nicht alles unbedingt so ist, wie du es glauben magst, und dass du nicht unbedingt selbst daran glaubst, was du mit aller Glaubwürdigkeit angibst. Und überhaupt, dass Worte eigentlich ganz leer sind und frei befüllbar mit welchen auch immer Inhalten du möchtest. Im Nachhinein, eben, auch. Es sind nicht nur bestimmte Wörter oder Begriffe, die als leere Signifikanten funktionieren – so sind alle Wörter. Alles, was wir reden, ist nur eine Umhüllung von dem, was wir meinen oder eventuell sagen wollten, (mehr …)


being awake at 3 – 4 – 5 at night, _living_ at that time – ’normally‘ – makes you sense the life in a kinda strange way. it’s totally still and somehow…lifeless, half-dead. you get more of a feeling that everything is relative, everything exists only to some extent… like, colours exists only when they are visible, sensations exist only when they are ’sensible‘, people exist only when they are around…

you definitely feel your aloneness more distinctly, sometimes – often – also loneliness, being a cause of the imaginative and the habitual. you are prone to think depressively, well, you are prone to think. to think more. but the thoughts get a bit cut-off and often stay incomplete and…strange. because – not thought over. just kinda thought off.

depending where you are, you might enjoy some drops of ‚[normal] social life‘ at night too. you might possibly find a 24h supermarket or get a night bus. hear a car passing by or a few freaks shouting out in the street. get a night job. you may even sometimes be lucky and get a text from someone at that time. but… the list is not gonna get that long, and big cities‘ privileges are not for the provincial towns and nightlife habits are different in different countries. so you may just lose all the connection to ‚external‘ world, starting like at 1 a.m. left on your own, through the darkness barrier. looking intensely and seeing nothing. getting a bit mad with every night that follows.

…fleeing from the world as soon as it starts to show up…

nachtleben…wieder

Veröffentlicht: August 17, 2008 in Fakten
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„end of the story“
…alle, die wissen, verstehen.
alle, die nicht wissen, werden auch nicht verstehen.

the end.