Mit ‘herbststimmung’ getaggte Beiträge

heute

Veröffentlicht: November 5, 2010 in Gedichte, Gefühle, Visuelles
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autumn

verwelkte stimmung
vergilbte blätter
…die glocken läuten.
und windesstimme
im toten laub –
heulend…

 

Shorts

Veröffentlicht: November 1, 2009 in Gedanken, Gefühle
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Ich habe Messer in meinen Augen, oder Sägen, jedenfalls scharf. Jedes Mal schneden sie ein Augenstückchen ab, langsam, genüsslich, jedes Mal wenn ich weinen möchte. Es geht einfach nicht. Ich bin jetzt zum Teil blind – 4,75 dio., ich sehe weniger, aber ich weine auch weniger. Manchmal nur. Ich kann mir auch nicht erklären, warum, und das ist das Schlimmste. Dann ist der Schmerz so stark, dass ich meine Augenlieder betasten muss, Blut suchend. Aber sie sind trocken, kein Blut, keine Tränen. Nur ein verwundeter Blick, der sich nach innen einschleichen wollte, bleibt an den Wimpern zittern.

Ich bin mir fremd. Ich kenne mich nicht, ich erkenne mich nicht. In meiner Erinnerung bleiben die unklaren Umrisse meiner Figur, verschwommene Gesichtszüge. (mehr …)

DSC02950-c„Ich finde den Regen schön.“
Er lächelte. „Er passt zu dir.“
„Bin ich auch so kalt?“ Jetzt lächelte sie.
„Du weckst eine gewisse Herbststimmung…Sehnsucht nach etwas. Und man kann deine kalten Hände im Nacken spüren…“
„Du magst keinen Regen.“
„Nein. Aber ich mag dich.“
Es war schon dunkel im Tiergarten, ein paar einsame Laternen brannten auf dem Hauptweg. Bald würde der Park zumachen, das hörte man an der Stille.
„Hörst du?“
„Was?“
„Die Stille. Irgendwo ganz nah, zwischen den Regentropfen.“
Er sah sie nur unverwandt an, mit einem lächelnden Blick, und spielte mit ihrem Haar. Sie wandte ihren Blick ab.
„Was ist?“ sie klang unsicher und wissend zugleich.
„Ich mag dich einfach.“
„Du frierst.“
Er lachte leise. „Ach, du… Aber du hast Recht, ich friere. Wie du ja auch…“
Und dann saßen sie weiter, sie in seiner Jacke und mit vor Kälte verschränkten Armen, er mit seinen verfrorenen Fingern in ihrem Haar. Sie drehte ihren Kopf nach oben und fing Regentropfen mit dem Mund auf, lachend und zitternd.
„Lass uns gehen,“ sagte sie schließlich. „Wir werden bestimmt über den Zaun klettern müssen.“
„Ja, lass uns gehen,“ stimmte er zu und rührte sich nicht. (mehr …)