Mit ‘kommunikation’ getaggte Beiträge

Sie waren in einem Luftballon. Viele, zu viele. Und dann geschah es, was alle erwartet und befürchtet haben. Sie fangen an, zu senken. Noch nicht fallen, noch hatten sie Zeit, aber bald. Bald wird es soweit, bald werden sie alle sterben. Der Luftballon war nicht für so viele Menschen gebaut, es war eine Dummheit, diese Reise zu machen, trotz gesundem Menschenverstand. Aber es wollten ja alle, es konnte kein Kompromis zustande kommen. Da, auf der Erde. Nun musste es geschehen, denn sonst… Daran wollte niemand denken.

Alle schauten ängstlich hinunter und fragten sich, was noch über Bord kann. Oder wer? Manche zitterten, kauten nervös an ihren Lippen, manche verbargen ihre Angst hinter einem gleichgültigen Lächeln. Die Last vom Luftballon war schon längst weg, auch all die Koffer. Nun fielen die Schuhe runter, alle bis auf eine Uhren. Und ein Teil des Essens. Selbst wenn sie alle überleben würden, ob für lange, hier mitten des Nichts, über dem endlosen Meer.

Es musste entschieden werden. Es gab keine andere Wahl. Nur wie?

Wer kann das Gericht spielen, wer kann sich dafür verantwortlich fühlen? Es sind doch alle Menschen. Menschen, die es irgendwie wert sind, am Leben zu bleiben. Wie soll ich entscheiden, dass du zum Tode verurteilt bist? Wofür? Einfach weil ich leben will? Werde ich danach leben können? (mehr …)

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– Meinst du?
– Was?
– Ich wollte nur fragen.
– Was denn?
– Hab ich doch schon.
– He?
– Ach, niemand versteht mich.
– Meinst du nicht, dass du daran etwas ändern könntest?
– Zum Beispiel?
– Zum Beispiel, klarere Fragen stellen.
– Das heißt, keine komplizierten Fragen stellen.
– Nein, nicht unbedingt. Komplizierte Fragen können auch klar sein.
– Naja. Nicht die *wirklich* komplizierten Fragen.
– Na… Vielleicht.
– Siehst du.
– Was sind denn diese wirklich komplizierten Fragen, die du unbedingt stellen möchtest? (mehr …)

Versprechen. Versprechen. Versprechen. Sprechen. Sagen. Erzählen. Erklären. Hoffnung machen. Fragen. Fragen. Erklären. Sagen. WAHRHEIT.

Ich hasse Wörter. Ich hasse die Sprache. Die Sprache, die ich sprechen kann, – aber nicht kommunizieren. Was nützen mir Wörter, wenn sie leer sind? Was nützen mir Wörter, wenn sie nichts ändern? Was nützen mir Wörter, alt und vergelbt, vertrocknet und verroten, in den Kellern meines Lebens?

Wörter benutzten, damit sie noch funktionstüchtig sind, damit sie nicht verrosten. Aber nicht weil man sie braucht. Nicht, weil sie etwas aussagen. Nicht, weil sie helfen. Die Sprache, die tot ist. Die funktionalisiert ist, das Geld zu bringen. Aber nicht das Glück. Nicht, um sich zu verstehen, sondern um zu manipulieren. Nicht, um zu verstehen, sondern um zu verzweifeln. Die Sprache, die nicht mehr das bedeutet, was sie bedeuten könnte, was sie zu bedeuten hat.

Ich hasse Wörter. Wörter, die ich zu Worten fassen möchte, die ich als Worte verstehen möchte, – und immer wieder scheitere. Sie bleiben nur Wörter. Genau so leer. Genau so sinnlos. Genau so unwahr…

Ich bin müde. Ich bin es müde, zu versuchen, cool zu sein, erfolgreich zu sein, flexibel leistungsstark lernfähig einsatzbereit kontaktfreudig kommunikationsstark ergebnisorientiert serviceorientiert zuverlässig pünktlich schnell genau sicher befähigt teamfähig offen hochengagiert multitasking belastbar kompetent freundlich überzeugend sympatisch –  ideal… (mehr …)