Mit ‘lügen’ getaggte Beiträge

Frage mich nicht mehr. Sage nichts. Ich bin so müde. Ich weiß es nicht. Ich kann es nicht mehr hören. Ich bin verzweifelt, du tust mir weh mit deinen Fragen, mit deiner Wahrheit. Ich kann keine Wahrheit ertragen, da ertrinke ich. Mich gibt es da nicht. Ich bin in Lügen geboren und gepflegt, ich wurde mit Lügen eingeschläfert und aufgeweckt, mit Lügen geküsst und weggeschmissen. Ich glaubte alles, eifrig, selbstvergessen, obwohl ich wusste, dass es Lügen waren. Denn es waren ja meine Lügen.
Ich brauche Lügen. Ich brauche sie, um mich wieder aufzuraffen, um wieder aufzutauchen und mich an der Oberfläche zu halten, irgendwie. Jede deine Wahrheit ist ein Schlag, und jedesmal platzt eine meiner Lügen darunter. Was habe ich davon? Ich sinke nur tiefer, die Luft hält mich nicht, das Wasser hält mich nicht, die Erde sowieso, schon lange nicht. Ich muss wieder Ballast abwerfen, aber was ist mir geblieben? Noch ein paar Wünsche und dann bin ich nackt, mit den letzten Lügen kann ich mich zudecken. Schau mich nicht an. Oder willst du zusehen, wie ich ertrinke? Ich kann dir nichts mehr bieten, ich habe nichts mehr, ich habe mich nicht mehr. Aber du wolltest mich ja nie. Du wolltest nur Lügen. Nimm! Nimm meine Letzten… Jetzt sind alle glücklich. Du hast was du wolltest und ich will nichts mehr.

Wie schwierig das ist, sich selbst etwas zu gestehen.

Viel schwieriger, als dem Anderen die ‚Wahrheit‘ mitzuteilen, wie wahr oder trügerisch sie auch immer ist. Zum Teil, weil die Wahrheit für die Anderen relativ sein darf, faktisch sein muss, und ‚wahr unter Umständen‘ sein kann. Für sich aber?

Für sich aber sind alle Umstände, Einschränkungen, Relativitätsgrad und ‚Nebenwirkungen’in Form von Gefühlen, dem dazu führenden und daraus resultierenden Zustand, und vor allem der tatsächlichen Bedeutung für sich – wahrgenommen werden, in die Analyse einbezogen.

So wird diese ursprüngliche Wahrheit dermaßen imperfekt, dass sie sich auch nicht mehr für die Rolle der Wahrheit eignet. Man sucht weiter und weiter, und stößt meist auf die ungern gesehenen ‚Kleinigkeiten‘. Kaum beachtete, vernachlässigte Kleinigkeiten, die auf Dauer unser Leben verändern, ja bestimmen.

Nicht dass wir das unbedingt beabsichtigt machen, das Nichtbeachten, das Vernachlässigen. Eher umgekehrt, gewöhnheitsmäßig, unbewusst, meistens.

Wir glauben zu glauben, dass das Erste, was der Wahrheit nachähnelt, auch die Wahrheit ist. Wir glauben zu glauben, dass die unbewusst erwünschten Verschönerungen der Tatsachen die Tatsachen selbst sind.

Wir sind die besten Lügner, wenn wir uns belügen. Wir sind die kunstvollsten und zugleich ignoransten Profis in Fragen der perfekten Eigentäuschung…

zwischenged[a/i]cht

Veröffentlicht: Februar 10, 2009 in Gedichte
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Bewegungsgründe.
Für dich, für mich.
„Ich weiß nicht“.
Als eine kleine Lüge.

lying to believe

Veröffentlicht: September 11, 2008 in Gedanken
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c’est étrange…

je ne suis pas sûre si je sens des choses ou non. parfois je sens beaucoup et souvent je crois que je sens beaucoup – parce que je le veux. ou je crois que je le veux.

et comme ça, la vie sensuelle consiste d’une éternité du mensonge de croyance…