Mit ‘tod’ getaggte Beiträge

R.I.P.

Veröffentlicht: Juli 23, 2009 in Gedanken, Gefühle
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„Es ist das Ende…“
„Ist alles wirklich vorbei?“
„Das war’s…“
„Aaargh! Nein!“
„Schluss.“
„Diesmal tatsächlich Abschied?“
„Tja. Verloren.“

Immer wieder. Viel Lärm. Viel Geschrei. Lautes Reden, Erklären, Fragen und Seufzen. Weinen und suchen und nachdenken.

Und dann, wenn das Ende tatsächlich gekommen ist, ist alles still.

Niemand wagt es, darüber zu reden. Niemand wagt es, dies auszusprechen, dies zuzugeben. Niemand wagt es, sich in die Augen zu schauen. Eine Angst, irgendwo tief, vor leisem Wissen, das vor sich selbst Angst hat. Gedanken werden vertrieben, sie schleichen sich auf Zehenspitzen immer wieder auf und ab, beängstigt, wegen der Stille. Eine ungewöhliche Stille, Stille der Leere, als ob jemand gestorben ist.

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Sie waren in einem Luftballon. Viele, zu viele. Und dann geschah es, was alle erwartet und befürchtet haben. Sie fangen an, zu senken. Noch nicht fallen, noch hatten sie Zeit, aber bald. Bald wird es soweit, bald werden sie alle sterben. Der Luftballon war nicht für so viele Menschen gebaut, es war eine Dummheit, diese Reise zu machen, trotz gesundem Menschenverstand. Aber es wollten ja alle, es konnte kein Kompromis zustande kommen. Da, auf der Erde. Nun musste es geschehen, denn sonst… Daran wollte niemand denken.

Alle schauten ängstlich hinunter und fragten sich, was noch über Bord kann. Oder wer? Manche zitterten, kauten nervös an ihren Lippen, manche verbargen ihre Angst hinter einem gleichgültigen Lächeln. Die Last vom Luftballon war schon längst weg, auch all die Koffer. Nun fielen die Schuhe runter, alle bis auf eine Uhren. Und ein Teil des Essens. Selbst wenn sie alle überleben würden, ob für lange, hier mitten des Nichts, über dem endlosen Meer.

Es musste entschieden werden. Es gab keine andere Wahl. Nur wie?

Wer kann das Gericht spielen, wer kann sich dafür verantwortlich fühlen? Es sind doch alle Menschen. Menschen, die es irgendwie wert sind, am Leben zu bleiben. Wie soll ich entscheiden, dass du zum Tode verurteilt bist? Wofür? Einfach weil ich leben will? Werde ich danach leben können? (mehr …)

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trust unwounded

Veröffentlicht: März 1, 2009 in Gedichte, Gefühle
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wounds
and a sunny day
sunday
lives up to its name
wounds
and the spring begins
springtime
with a wind to breathe
in

wounds
and the mind peace lost
invisible
self-inflicted
living in your head
fed up by your dreams
wounds
making you rigid
losing your trust
in life

then
you’re dead
r.i.p.
peace
deadly

or keep being
and being weak
vulnerable
live life as it is
and
trust

Ich bin Ophelia. Die der Fluß nicht behalten hat. Die Frau am Strick. Die Frau mit den aufgeschnittenen Pulsadern Die Frau mit der Überdosis AUF DEN LIPPEN SCHNEE Die Frau mit dem Kopf im Gasherd. Gestern habe ich aufgehört mich zu töten. Ich bin allein mit meinen Brüsten meinen Schenkeln meinem Schoß. Ich zertrümmre die Werkzeuge meiner Gefangenschaft den Stuhl den Tisch das Bett. Ich zerstöre das Schlachtfeld das mein Heim war. Ich reiße die Türen auf, damit der Wind herein kann und der Schrei der Welt. Ich zerschlage das Fenster. Mit meinen blutenden Händen zerreiße ich die Fotografien der Männer die ich geliebt habe und die mich gebraucht haben auf dem Bett auf dem Tisch auf dem Stuhl auf dem Boden. Ich lege Feuer an mein Gefängnis. Ich werfe meine Kleider in das Feuer. Ich grabe die Uhr aus meiner Brust die mein Herz war. Ich gehe auf die Straße, gekleidet in mein Blut.

Ich bin Ophelia. Die dem Leben egal ist. Die dem Tod egal ist. Die Frau mit Wunden statt Gefühlen. Die Frau mit gelassenen Kindern. Die Frau mit verlorenem Verstand. Die Frau wie jede andere. Ganz theatralisch, ganz banal. LÄCHERLICH. Ich höre auf, mich zu töten, und fange es wieder an. Ich schmiere mein Blut über mein Gesicht und male daraus Smileys. Schiefes Lächeln. Ich zerschlage das Fenster mit meinem Kopf. Ich zerschlage mein Kopf auf den Glassplittern. Ich zerschlage mein Herz gegen die Gleichgültigkeit. Meine, vor allem. Ich zerreiße die Bilder von der Welt, von dem Leben, von mir, von den Männern, die ich gehasst habe, von den Träumen von Träumen, die sich niemals trauten. Ich zerreiße sie, ich zerschlage sie, sie brechen mit dem Kopf zusammen, die Bilder im Kopf. Von mir ist nichts geblieben, nicht mal ein Gespenst, nicht mal ein Traum. Eine Illusion einer Frau. Ich gehe nicht auf die Straße – wofür? Ich lege Feuer an mein Gefängnis und gehe da rein. Ganz theatralisch, ganz banal.