Mit ‘ungewissheit’ getaggte Beiträge

warum, warum fragst du mich, wer ich bin? warte, nein. du fragst ja nicht. wer bin ich denn? was wäre, wenn du fragen würdest? egal.
warum bist du dort und ich bin hier? was ist dort, was ist hier… ich weiß nicht, wo ich bin. wenn du bei mir wärst, würde ich ja nicht mehr wissen, wo du bist. so ist es gut: ich bin irgendwo und du bist weit weg.
es ist nacht und ich liege auf dem fußboden. mein einziger anhaltspunkt. ein stück fußboden im weltraum. gebt mir meine decke zurück. mir ist kalt…
gib mir deine hand. ich will wieder träumen…

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– Was möchtest du wissen?
– Hm. Was kannst du mir erzählen?
– Es ist doch egal, was ich erzählen kann. Was möchtest du wissen?
– Weiß nicht. Wenn ich etwas wissen will, was du mir gar nicht sagen kannst, ist das einfach verschwendete Energie.
– Vielleicht wird die Energie verschwendet, wenn du etwas von jemandem erwartest, was du gar nicht wissen willst. Was du gar nicht willst.
– Willst du mir denn was erzählen?
– Das ist doch eine ganz andere Frage…
– He? Was willst du von mir überhaupt?
– Diese Frage ist wieder ganz anders. Ich glaube, du musst doch entscheiden, was du tatsächlich wissen möchtest…
– Du bist blöd.
– Ah. Das wollte ich wissen.

Und ja, du findest immer die neuen, aber dafür verlierst du so viele alte – Freunde, Bekanntschaften, Menschen, die dir mal nah waren, dein Zuhause. Durch die Welt ziehen, alles hinter sich lassend und nicht wissend, wie und wohin. Und ob es mal ein Zurück geben wird. Meist wird es es nicht geben, denn du veränderst dich ja, und alle und alles, von dir gelassen, verändern sich auch. Alles, was du hinterlässt, wird zur Vergangenheit. Was bleibt, sind nur Träume und Sehnsüchte. Die Gegenwart ist anders, die ist neu, und die musst du dir erneut zu ‚deiner‘ machen. Wenn du es noch kannst. Ich weiß es nicht mehr. Wer bin ich und wer werde ich? Ich weiß nur, wer ich mal gewesen bin, unterschiedliche Identitäten zu verschiedenen Zeiten. Viele Identitäten. Unklare Identitäten. Welche Sprache nenne ich meine? Welche Sprache ist mir näher? Allgemein? Jetzt? Das weiß ich nicht mehr. Es ist nun die fünfte Sprache, die ich als ‚meine‘ spreche, auf der ich denke, auf der ich schreibe, auf der ich fühle. Und mit jeder ‚meinen‘ neuen Sprache vergesse ich ein bisschen meine anderen. Werde ich reicher? Werde ich dummer? Nach und nach verliere ich das, was mich mal ausmachte. Die kindlichen Ängste, das Neurotische, die Ticks – die werden wahrscheinlich bleiben, für immer. Was bleibt noch? Teilchen der zerrissenen Geschichte, Geschichte des Landes, Geschichte der Länder, meiner Geschichte. Werde ich reicher? Werde ich weiser? Was bedeuten all diese Erfahrungen, nach denen ich suche, die ich mir erkämpfe, die ich überlebe? Wie viele werde ich noch überleben? Überleben wollen? Es gibt nur Neues und es geht nur vorwärts… Nur welche Richtung?

Tha-Bump

Veröffentlicht: März 27, 2009 in Diverses, Gefühle
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leben
herzschlag ängstlich
hello?
anybody there?
tha-bump…
tha-bump…
tha-bump–tha-bump…
tha-bump-tha-bump-tha-bump…
hello..?
tha-bump-tha-bump-tha-bump-tha-bump
ah!
thabumpthabumpthabumpthathabumpthathabump
hey, ich bin’s!
ach, du…
tha–bump….tha–bump…tha–bump…

Immer mit dem Hintergedanken: Was ist wirklich dahinter? Immer mit der Freude, neues zu entdecken. Immer mit der Angst, enttäuscht zu werden.

Die Übergänge sind fließend. Und immerhin fühlt man gewisse Grenzen, die ganze Zeit. Alles ist eine Art ganzheitliche sich ständig dehnende Grenze.

Sobald man überrascht wird, eine ungewisse Vorstellung anders zu empfinden, hat sie sich schon geändert und man weiß nicht mehr, was sie eigentlich war. Und man wird durch andere Dinge überrascht, vielleicht die, die noch vor kurzem als logisch in der Vorstellung erscheint haben.

Grenzen. Man weiß nie, ob es tatsächlich eine neutrale Zone gibt. Wan weiß nie, ob es geschossen wird. Man wagt es, und erfährt. Was auch immer.