Mit ‘zeit’ getaggte Beiträge

mein Morgen
hat rosa Wangen
vom Joggen im Wald

mein Tag rennt davon

mein Abend hat müde Füße

meine Nacht
verdeckt mir die Augen
mitleidig

mein Morgen
hat rosa Wangen
glücklich
(mehr …)

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Qualen

Veröffentlicht: August 24, 2009 in Gefühle, Kurzgeschichten, Selbstgespräche
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Schreiendes Licht. Es zerdrückt dir die Augäpfel. Lärm, der deinen Schädel zersplittert, langsam, sicher, mit einer unschafen Axt. Ohren beben. (mehr …)

Ein paar Tage-Wochen-Monate emotioneller Aufstand, komische Glücksmomente, grundloses Lachen und Lächeln, Nähe bis zum Taumel, kleine Gewöhnheiten, die eigen wurden…

Und ein paar Monate-Jahre-Jahrzehnte deren Verarbeitung.

Die Zeit, bis das Feuer brennt, und die Zeit, bis die Asche wieder Erde wird. Herzanfall und Reanimation. Eine irrationale Bewegung drinnen und Tausend Fragen hinterher. Ein Augenblick sich selbst vergessen und bis zum Ende der Kräfte Theorien entwerfen. Ein Moment nicht denken und immer wieder nachdenken.

Die Zeit zieht Kreise. Das Leben zieht Kreise.
Nur die sind aus Gummi und dehnen sich ständig in falsche Richtung.

Ob sie irgendwann platzen werden?

Hang-Up

Veröffentlicht: März 16, 2009 in Gedichte, Gefühle
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whatever we think
whatever we do
whatever we feel…

there’s no going back
there’s no going forth
there’s no buffer time

we hung up

Eine Entscheidungssache, die Zeit, die Lebensabschnitte.

Die Grenze zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit ist fließend, fast unsichtbar. Wie auch zwischen der Gegenwart und der Zukunft. Wie auch zwischen der Zukunft und der Vergangenheit.

Die Zukunft existiert nicht, es sind nur unsere gegenwärtigen unsicheren Träume, Hoffnungen, komischen Pläne. Phantasie. Die Vergangenheit existiert nicht, es sind nur unsere gegenwärtigen Sehnsüchte, Ängste, Enttäuschungen, verwundeten Gefühlen, ausgebrannten Gedanken. Erinnerungsqual. Die Gegenwart existiert immer nur ein flüchtiges Moment, jedes Mal ein neues. Was wir als Gegenwart empfinden, ist ein Teil davon, was wir Vergangenheit oder Zukunft nennen, und somit nur noch eine kleinschrittige Ausdehnung von den momentanen Gefühlen und Gedanken.

Die Zeit, das Leben als Fluss von kleinsten Momenten ist schwer vorstellbar und nutzt der heutigen hi-tech Gesellschaft kaum. Der Mensch klassifiziert, um zu leben. Der Mensch lebt, um zu klassifizieren. Der Mensch klassifiziert, anstatt zu leben.

Und die Labels fertigen wir uns selber an:

Das hier ist ‚Vergangenheit‘, Unterebene ‚gestern‘ – Stempel bitte! Ähm, aber ich würde das von gestern gern in die Gegenwart verschieben… War so toll… Ein Bildchen auf die Wand? Ein Bildchen im Kopf?
Label ‚Gegenwart‘, Unterebene ‚gestern‘. Hmm, ‚ab gestern’…  Hmm… ‚morgen‘? Ja, morgen tue ich das.
Label ‚Zukunft’…

Das Gute daran ist, wir können entscheiden, was unsere so genannte Gegenwart ausmacht. Das Schlechte – wir verstehen nicht, dass es nur unsere Entscheidungen sind…

Meine Gegenwart ist ein Fluss von Nicht-Momenten…